Hannelore Kraft unterstützt Wahlkampf in OWL

Am Mittwoch bekamen die Wahlkämpfer im Europa- und Kommunalwahlkampf prominente Unterstützung aus Düsseldorf.

Foto: Jusos Versmold

Foto: Jusos Versmold

NRW-Ministerpräsidentin und Landesvorsitzende der NRWSPD Hannelore Kraft war nach OWL gekommen, um Christoph Dolle und die lokalen Kandidaten im Europa- und Kommunalwahlkampf zu unterstützen.

Am Morgen fand auf dem Marktplatz in Versmold ein großes Frühstück statt, zu dem alle Versmolder eingeladen waren. Bei schönsten Wetter war der Marktplatz proppenvoll und die Besucher nutzen die Möglichkeit, um mit Hannelore Kraft und den Kandidatinnen und Kandidaten ins Gespräch zu kommen.

Am Nachmittag fuhren Hannelore Kraft und Christoph Dolle nach Bünde, um sich ein Bild vom lokalen “Quartiersmanagement” zu machen. Zusammen mit dem Bünder SPD-Bürgermeisterkandidaten Horst Beck und der Landtagsabgeordneten Angela Lück besuchten Kraft und Dolle die AWO-Kita an der Haßkampstraße. Die Kita wurde zusammen mit barrierefreie Wohneinheiten von der Bau-und Siedlungsgenossenschaft B&S errichtet. (Fotos auf NW-News.de)

Foto: NRWSPD

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Am Abend ging es ach Bielefeld auf den Jahnplatz, wo Kraft zusammen mit dem SPD-OB-Kandidaten Pit Clausen und Christoph Dolle Rosen an die Passanten verteilten und so mit ihnen ins Gespräch kamen.

Müntefering begrüßt neue Bünder SPD-Mitglieder

Ex-Bundesvorsitzender zu Gast beim Neujahrsempfang / Einstimmung der Sozialdemokraten auf Kommunal- und Europawahl

Horst Beck, Christoph Dolle, Susanne Rutenkröger und Farnz Müntefering (v.l.) - Foto & Text: Annika Falk/NW

Horst Beck, Christoph Dolle, Susanne Rutenkröger und Farnz Müntefering (v.l.) – Foto & Text: Annika Falk/NW

Bünde. Der prominente und redegewandte Gast Franz Müntefering sorgte für einen vollen Saal beim Neujahrsempfang der Bünder SPD. Der ehemalige Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten konnte im Tanzhaus Marks sogar einige neue Mitglieder aus Bünde in der Partei begrüßen. “Das ist ganz besonders für die Mitglieder, davon werden sie in 40 Jahren noch erzählen”, sagt Susanne Rutenkröger, die seit November neue Stadtverbandsvorsitzende ist und sich freut, dass ihre Partei durch die Mitbestimmungsmöglichkeit während der Koalitionsverhandlungen neue Mitglieder gewinnen konnte.

Nachdem die SPD auf Bundesebene wieder an der Regierung beteiligt ist, peilen die Sozialdemokraten in Bünde auch den Wechsel in der Elsestadt an. “Wir wollen wieder eine glaubwürdige und kompetente Stadtführung”, sagte Bürgermeisterkandidat Horst Beck in seiner Ansprache. “Es herrschte zu lange Stillstand und wir wissen, dass Entscheidungsfreudigkeit nicht zu den Stärken im Rathaus zählen.”

Beck versprach, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern würden, wenn er am 25. Mai zum Bürgermeister gewählt würde. “Ich bin nicht diese unnahbare Person im Rathaus, sondern möchte immer ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen haben”, sagte Beck, der seine SPD als “Kümmererpartei” versteht.

Neben der Wahl des Bürgermeisters, des Stadt- und des Integrationsrates wird in wenigen Monaten auch das neue Europaparlament gewählt. SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl in OWL, der Jurist Christoph Dolle aus Warburg, erinnerte die rund 200 Besucher an die Bedeutung dieser Wahl, die angesichts der gleichzeitig geplanten Kommunalwahl unterzugehen droht: “Für viele Menschen in Europa ist es eine Entscheidungswahl.”

Auch Gastredner Franz Müntefering ermahnte, dass alle dazu beitragen müssten, damit Europa gelinge. “In unserer globalisierten Welt ist Europa eine Riesenchance für die Demokratie”, sagte der Sauerländer, der anschließend über eine sich ändernde Gesellschaft und damit verbundene Herausforderungen sprach. Die Gesellschaft verändere sich in einer rasanten Geschwindigkeit. “Die Stadt Bünde hat bis 2030 rund 2.500 bis 3.000 Einwohner weniger”, zitierte er.

“Davon sind dann rund 12.000 Menschen älter als 65 Jahre, etwa 3.300 sogar älter als 80″, sagte der 74-Jährige. Der Altenquotient, also der Anteil der Menschen über 65, lag 2010 in Bünde bei 35,6 Prozent, in Zukunft rechnet man mit 50 Prozent. Angesichts dieser Zahlen müsse man sich überlegen, wie man die soziale Gesellschaft gestalten muss. Müntefering ermunterte besonders die älteren Besucher, sich auch im Alter noch mitverantwortlich zu fühlen: “Demokratie ist schließlich kein Schaukelstuhl, in dem man sich zurücklehnen kann.”

Quelle: NW vom 20.01.2014