Schüler diskutieren über Europa

Hüffertgymnasium organisiert anlässlich der Europawahl Podiumsdiskussion mit Vertretern der Parteien

Warburg. Europa: nur Richtlinien über den Krümmungsgrad von Gurken und vom Alltag Meilen entfernt oder tatsächlich für jeden von Bedeutung? Diesen und weiteren Fragen mussten sich am Freitag vier Politiker der CDU, SPD, FDP und vom Bündnis 90/Die Grünen im Warburger PZ stellen. Auf der Gegenseite: Schülerinnen und Schüler des Warburger Hüffertgymnasiums.

In Anbetracht der nahenden Europawahlen hat die Fachschaft Politik/Sozialwissenschaften des Hüffertgymnasiums eine Fragenliste der Oberstufenschüler zusammengestellt und vier Politiker eingeladen, um Fragen rund ums Themas Europa zu klären. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler darauf geachtet, möglichst junge Kandidaten einzuladen, um auf gleicher Ebene diskutieren zu können. So hoffen Lehrer, Schüler und Parteivertreter, möglichst viele der bereits wahlberechtigten Jugendlichen am 25. Mai in die Wahllokale zu locken.

Denn die erste und wichtigste Botschaft der vom Politiklehrer Günter Roggel moderierten Veranstaltung lautete: Europa betrifft uns alle.

»Weiter weg als der Mond«

Oberstufenschüler des Hüffertgymnasiums bereiten sich auf Europawahl am 25. Mai vor

Warburg(moo). Anlässlich der Europawahl hat die Oberstufe des Hüffertgymnasiums eine Podiumsdiskussion im PZ verfolgt. Die Europakandidaten Christoph Dolle (SPD) und Wolfram Bölte (FDP) sowie Christophe Darley (CDU) und Herbert Falke (Grüne) standen den Schülern Rede und Antwort.

Politiklehrer Günter Roggel moderierte die Diskussion. Die europäische Politik sei für die Schüler, die zum Großteil noch nicht volljährig und damit auch nicht wahlberechtigt seien, »oft weiter weg als der Mond«, sagte Roggel. Durch die Podiumsdiskussion solle ihnen das Thema nähergebracht werden. Roggel freute sich, dass unter den eingeladenen Politikern »junge Gesichter sind«. In früheren Zeiten hätten eher die »altgedienten Parteisoldaten« Europapolitik gemacht.

Im Politikunterricht hatte Roggel mit seinen Schülern in den vergangenen Monaten europarelevante Themen erarbeitet. Aus Schülerfragen ergaben sich die fünf Schwerpunkte der Podiumsdiskussion: Jugendarbeitslosigkeit, Flüchtlingspolitik, der Gen-Mais-Beschluss, die Euro-Stabilität und die Zukunft der Europäischen Union.

Die anwesenden Politiker waren sich einig, dass die Jugendarbeitslosigkeit ein Teil der »Großbaustelle Europa« ist. Jurist Christoph Dolle (37) findet es »politisch befremdlich, wenn für die Rettung des Bankensystems hohe Summen ausgegeben werden, während die Arbeitslosenbekämpfung im Vergleich deutlich weniger Unterstützung erhält und dabei auch die schwächeren Länder gleichermaßen mitziehen sollen«. Man müsse vor allem »Hilfe zur Selbsthilfe« leisten, um stark betroffene Länder wie Spanien oder Griechenland wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Beim Thema Gen-Mais gingen die Meinungen deutlicher auseinander. Pfarrer und Lehrer Herbert Falke (57) machte auf Schadstoffe wie beispielsweise embryo-schädliche Herbizide aufmerksam. Weniger problematisch sahen der Selbstständige Wolfram Bölte (33) und Volkswirt Christophe Darley (32) das Thema. »Gentechnik ist Züchtung im Zeitraffer«, sagte Darley. Da 80 Prozent der Baumwolle genveränderte Zusatzstoffe habe, vermutete er, dass auch ein Großteil unserer Kleidung durch Gentechnik entstanden ist. Sein Vorschlag: Von Gentechnik betroffene Produkte sollten für den Verbraucher nachvollziehbar gekennzeichnet werden, damit jeder selbst entscheidet, was er kauft.

Die Politiker, die an der Podiumsdiskussion teilnahmen, appellierten an die wahlberechtigten Schüler, am 25. Mai ihre Stimme abzugeben.

 WB vom 05.04.2014

Kandidaten zur Europawahl im Gymnasium Petershagen

Schulleiter Friedrich Schäpsmeier, Christoph Dolle (SPD) und Theresa Reintke (Bündnis90/Die Grüne)

Am Freitag fand  im Rahmen des diesjährigen Europa-Projekttages  im “Pädagogischen Zentrum des Städtischen Gymnasiums Petershagen” eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die EU: Gegenwart und Zukunft“ mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die Europawahl statt.

Auf dem Podium saßen neben Christoph Dolle (SPD), Wolfram Bölte (FDP), Elmar Brok (CDU) und für Bündnis90/Die Grünen Theresa Reintke und stellten sich den kritischen Fragen der Schülerinnen und Schülern. Themen waren unter anderem auch die Krim-Krise und die NSA-Affäre.  

Christoph Dolle machte deutlich, dass durch die NSA-Affäre zwischen den USA und Europa viel Vertrauen zerstört wurde und es schwierig wird, hier Vertrauen wieder aufzubauen. Hier müsse ein klares Zeichen gegenüber den USA gesetzt werden.

In der “Krim-Krise” müsse auf Dialog und nicht auf Konfrontation gesetzt werden und sieht die Position Broks kritisch, der “Sanktionen bis zum bitteren Ende” forderte.

Für Dolle sei Europa ein wichtiges Friedensprojekt und dieses Projekt müsse vorangetrieben werden. Er warb um eine breite Teilnahme und um Stimmen für demokratische Parteien bei der Europawahl am 25. Mai.

Podiumsdiskussion mit Christoph Dolle in Lübbecke

Der Fall Hoeneß wurde in den vergangenen Tagen überall diskutiert. Aber welche politischen und gesellschaftlichen Folgen hat der Fall? Wir wollen mit euch darüber ins Gespräch kommen, was Steuerpolitik mit Gerechtigkeit zu tun hat. Und zwar auf ganz unterschiedlichen Ebenen.

Deshalb werden auf dem Podium sitzen:

Christoph Dolle, Europakandidat der SPD OWL
Nadine Kostka, Kreistagskandidatin in Lübbecke

Sie sind herzlich einladen zur Diskussionsveranstaltung der Jusos Minden-Lübbecke.

Mehr zum Thema:
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